Dokumentarfilm 'Die vergessenen Flüchtlinge' und Gespräch mit dem Journalisten Daniel Dagan
Der 49-minütige Dokumentarfilm 'Die vergessenen Flüchtlinge' von Michael Grynszpan handelt von der Geschichte, der Kultur und der erzwungenen Flucht der Juden aus Nordafrika und dem Nahen Osten in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Anhand der Aussagen von Flüchtlingen aus Ägypten, Jemen, Libyen, Irak und Marokko geht der Film den Geschichten von Freude und Leid nach, die nahezu eine Millionen Menschen seit Jahrzehnten in sich tragen. Der Film verwendet hierbei persönliche Berichte, Archivmaterial von Rettungsaktionen, historische Bilder der Flucht und Ansiedlung sowie Analysen durch Forscher, um zu erklären, wie und warum die jüdische Bevölkerung des Nahen Ostens und Nordafrikas von einstmals mehr als einer Million zu den gegenwärtig wenigen Tausend schrumpfen konnte. 'Die vergessenen Flüchtlinge' versucht ein Bewusstsein für diesen wichtigen Abschnitt der jüdischen Geschichte zu schaffen, der von den Medien und der Weltpolitik bis heute vollkommen ignoriert wurde.
Die vergessenen Flüchtlinge' hat 2006 den Preis für den besten Dokumentarfilm auf dem Jüdischen Filmfestival in Warschau und 2007 auf dem Internationalen Filmfestival von Marbella gewonnen.
An diesem Abend wird außerdem der israelische Journalist Daniel Dagan anwesend sein. Dagan wurde 1945 in Kairo geboren und wuchs in Frankreich und in einem Kibbuz in Israel auf. Nach dem Studium von Politik und Volkswirtschaft arbeitete Dagan als Journalist für Zeitungen sowie für das Radio und Fernsehen in Jerusalem, Paris, Brüssel, Madrid, Bonn, Washington und anderen Hauptstädten. Zurzeit lebt Daniel Dagan in Berlin, wo er für IBA (Israel Broadcasting Authority, die führende öffentlich-rechtliche Radio & TV Anstalt Israels) tätig ist. Daniel Dagan wird von seinen eigene Erfahrungen berichten und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen